Die Entscheidung, wo es beruflich einmal hingehen soll

Spätestens im letzten Schuljahr steht sie an: Die Entscheidung, wo es beruflich einmal hingehen soll. Wer privat in seiner Freizeit in seiner eigenen Werkstatt herum schraubt, ein echter Computer-Spezialist ist oder beim Babysitten gemerkt hat, dass ihm der Umgang mit Kindern am meisten Spaß macht, der hat zumindest einen Ansatzpunkt. Die große Mehrheit allerdings muss zunächst einmal auf das Unbekannte einlassen. In schulinternen Maßnahmen wie BORS oder BOGY haben Schüler heute die Möglichkeit, durch ein zwei- oder dreiwöchiges Praktikum in einen Ausbildungsplatz hinein zu schnuppern. Auch nach dem Abschluss bleibt diese Möglichkeit natürlich offen – einfach bei dem favorisierten Ausbildungsbetrieb anrufen, sich mit dem Verantwortlichen für Praktika verbinden lassen und diesen fragen, ob man kommen darf. So schindet man gleichzeitig Eindruck und zeigt seinen Willen. Einzig darauf verlassen muss und sollte man sich allerdings nicht. Denn auch abseits von Praktika und dem vorbereitenden Unterrichten in der Schule gibt es für junge Menschen einige Anlaufstellen.

Bevor man die anpeilt, kann man aber in seinem persönlichen Umfeld schon einiges an Vorarbeit leisten. In Gesprächen mit Freunden und der Familie erfährt man gut, was für ein Typ man ist – schließlich hat man mit diesen in der Regel am meisten zu tun.

So kann man sich seine Fähigkeiten und Interessen besser einschätzen und hat zumindest etwas in der Hand, wenn man sich für ein erstes Beratungsgespräch in die örtliche Agentur für Arbeit oder das Jobcenter begibt. Die Leute dort sind gerne bereit, mit Rat und Tat zur Seite zu Stehen und kennen sich in über 400 Ausbildungsberufen oder Dualen-Studiengängen bestens aus – eine gute Adresse also. Einen Termin bekommt man ganz unkompliziert. Entweder man ruft im Service Center an oder kommt persönlich vorbei. Auch über‘s Internet kann man sich ganz leicht anmelden. Für die, die sich gerne erstmal auf sich allein gestellt und ganz ohne Druck informieren möchten, steht das Berufsinformationszentrum (BIZ) offen. Hier findet man massig Informationsmappen, verschiedene Bücher, Zeitschriften und Magazine zum Thema Ausbildungen und kann sich Filme dazu ansehen. Zusätzlich kann man erfragen, ob und wann Informationstage oder Ausbildungsmessen stattfinden. Diese sind eine eine super Adresse für alle, die sich noch nicht ganz sicher sind – denn man hat die Möglichkeit sich mit anderen, die bereits Azubis oder Duale-Studenten sind, lang und breit auszutauschen. Zudem ist den teilnehmenden Unternehmen nichts wichtiger als zu präsentieren, was sie von anderen unterscheidet und suchen ganz bestimmt den Dialog. Schließlich wollen diese ebenfalls neue, motivierte Auszubildende gewinnen – ein super Chance also, den Ausbildungsbetrieb mal so richtig auf den Zahn zu fühlen.Eine weitere Möglichkeit sich umfassend zu informieren, ist das Internet. Es gibt viele Seiten, die sich darauf spezialisiert haben, jungen Suchenden und Auszubildenden allerlei Perspektiven aufzuzeigen. So kann man sich auf dem Portal von Berufeuniversum in Ruhe durch intelligent gestellte Fragen klicken und sich am Ende seinen ganz persönlichen Ausbildungstipps abholen. Die JOBBÖRSE geht noch einen Schritt weiter und bietet einen nützlichen Suchassistenten, der einem Ausbildungsstellenangebote zusendet. Doch auch auf den Seiten der Ausbildungsbetriebe selbst findet man nützliche Informationen, welche auch schon einiges über das Unternehmen verraten. Und das ist ein grundlegender Punkt für die Berufsorientierung – denn nur wer bestens informiert ist, weiß auch was sein Ding ist und welche Art der Ausbildung wirklich zu einem passt.